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Deutsches Staatstheater Temeswar

Die Braut von Messina

von Friedrich Schiller
Regie: Bernd Guhr

Die Handlung: Donna Isabella, Fürstin von Messina, will den Streit zwischen ihren beiden Söhnen, der nach dem Tode ihres Mannes in einen offenen Konflikt mündete, schlichten und beide mit ihrer - inzwischen erwachsenen - Schwester Beatrice bekanntmachen, die kurz nach der Geburt in ein Kloster gebracht worden war. Der Fürst hatte angeordnet, sie töten zu lassen, da sie ihm in einem Traum als Mörderin der Brüder erschienen war. Isabella hatte sie damals heimlich gerettet, weil ihr eigener Traum das Gegenteil versprach: ihre Tochter werde die beiden Söhne in Liebe vereinen. Die Aussöhnung Don Manuels und Don Cesars gelingt, doch Beatrice ist aus dem Kloster verschwunden und unauffindbar. Don Manuel hat sich bei einem Jagdausflug in die schöne Fremde verliebt und Beatrice mit ihrem Einverständnis nach Messina gebracht. Don Cesar hat sich ebenfalls in Beatrice verliebt, als er sie - beide in Verkleidung - während des Begräbnisses seines Vaters erstmals sah. So kündigen beide Söhne Donna Isabella an, sie würden nicht nur die Schwester suchen, sondern auch der Mutter jeweils ihre Braut zuführen, wobei vorläufig weder die Fürstin, noch die beiden Brüder wissen, dass es sich in allen drei Fällen um die gleiche Person handelt - um Beatrice.

Zur Entstehung des Stückes: Mit der Braut von Messina, im fünffüßigen reimlosen Jambus, dem klassischen Tragödienvers, 1802/1803 geschrieben, knüpfte Schiller an die griechische Tragödie an. Nach den auf historischen Stoffen basierenden Dramen suchte er nach einem Sujet, das für ein analytisches Drama nach Art des König Ödypus geeignet war. Durch "Botenbericht" und durch den Chor erfährt der Zuschauer das zurückliegende Geschehen. Anders als in der griechischen Tragödie hat jedoch der Chor hier eine doppelte Funktion. Er ist orakelhaft warnender, ermuntender, abwägender Kommentator und, zweigeteilt in das Gefolge der Brüder, am Geschehen beteiligt. In seiner der Buchausgabe des Dramas vorangestellten Abhandlung Über den Gebrauch des Chors in der griechischen Tragödie schreibt Schiller, der Chor - eine "Riesengestalt in seinem Bilde" - sei der entscheidende Schritt gegen den "Naturalismus" auf der Bühne. Die Uraufführung des Stückes fand am 19. März 1803 im Hoftheater zu Weimar statt.

Premiere: 30. September 2005 19:00

Besetzung

Donna Isabella, Fürstin von Messina
Ida Jarcsek-Gaza

Don Manuel
Alexandru Mihăescu

Don Cesar
Colin Buzoianu

Beatrice
Daniela Török

Die Amme
Dana Borteanu

Der Bote
Rareș Hontzu

Der Chorführer im Gefolge Don Manuels
Simona Vintilă

Der Chorführer im Gefolge Don Cesars
Horia Săvescu (a. G.)

Das Gefolge Don Manuels:
Christine Cizmaş
Vlad Alexej Cobeţ
Andrei Hansel
Andrea Nistor
Diana Türck

Das Gefolge Don Cesars:

Sebastian Borlovan
Alexandra Gontean
Rareş Hontzu
Andrei Nistor
Ramona Olasz
Alina Stan

Inspizienz
Laurence Rippel

Sprecherzieherische Betreuung
Simon Schlingplässer

Ausstattung
Geta Medinski

Regie
Bernd Guhr

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